Einen Augenblick für die Woche. Und einen Moment für die Zukunft.
Was war heute für ein Tag?
Nun, die Woche ist an mir in einem Zug vorbeigerauscht. Da fällt es einem oft schwer, die Spur zu halten und im Gleis zu bleiben.
Ja, die Zeit.
Bald ist wieder Zeitumstellung.
Und ja, man muss sich mit der Zeit schon umstellen.
Wir sind am Sonntag ja plötzlich eine Stunde schneller in der Zukunft.
Obwohl wir eine Stunde später haben, sind wir früher dran.
Ich sehe schon, wir brauchen nicht mehr Zeit, sondern mehr Zukunft.
Ja, die Zukunft.
Die Zukunft – ein Rätsel.
Warum sind wir nicht in der Lage, sie vorherzusehen?
Und - können wir sie eigentlich frei gestalten oder ist sie vorherbestimmt?
Nun, wäre die Zukunft vorherbestimmt, könnten wir morgen im Bett liegen bleiben, denn es würde ja passieren, was passieren müsste. Um aber überhaupt die Entscheidung treffen zu können, morgen im Bett liegen zu bleiben, müsste die Zukunft frei wählbar sein. Und haben wir uns dann entschieden, morgen im Bett liegen zu bleiben, könnte dies ja auch schon vorherbestimmt gewesen sein.
Hmm.
Auch Vorhersagen sind wenig hilfreich.
Nur eine vorherbestimmte Zukunft wäre ja vorhersehbar. Aber die Prognosen würden uns nicht viel nützen, schließlich könnten wir an der Zukunft rein gar nichts ändern.
Bei einer freien und unbestimmten Zukunft ist mit Vorhersagen auch nicht viel anzufangen – es kommt ja schließlich immer anders.
Selbst bei einer Zukunft, die auf Ursachen der Gegenwart reagiert, dürften wir das Vorauswissen nicht anwenden. Denn jede noch so kleine Veränderung in der Gegenwart hätte eine andere Zukunft zur Folge und die Prognose wäre damit bedeutungslos.
Hmm.
Dass die Zukunft ihr Geheimnis nicht preisgibt, ist eine Gunst des Schicksals.
Denn das Unbekannte ist damit der Raum, in dem wir uns noch frei bewegen können. Die Zukunft ist also das, was wir aus ihr in der Gegenwart machen (können).
Vielleicht gibt es ja aber doch eine vorausschauende Verbindung zur Zukunft?
Nun, ich glaube, die Zukunft ist die Summe aller Möglichkeiten.
Also alles, was wir irgendwann erleben können, ist in der Zukunft schon vorhanden – als Möglichkeit.
Es ist unsere Entscheidung, welche Wirklichkeit in jedem Moment aus den künftigen Möglichkeiten entsteht.
Wäre es nun denkbar, dass sich diese zukünftigen Optionen in unserem heutigen Leben bereits auswirken oder dass sie irgendwie Kontakt mit uns aufnehmen können?
Vielleicht in Form von Botschaften?
Möglicherweise als Ahnungen, Träume, Visionen?
Stellen wir uns doch einmal vor, von Ihnen und mir existieren (hoffentlich!) Versionen in der Zukunft.
Natürlich sind diese Zukunfts-Ichs noch nicht real, aber als Möglichkeit ja schon vorhanden.
Können diese Zukunfts-Ichs Einfluss auf unser Leben nehmen?
Vielleicht senden sie uns Nachrichten?
Möglicherweise als spontane Ideen?
(Wo kommen denn die Geistesblitze sonst her?)
Oder mittels Intuition?
(Woher nimmt der Bauch sein Gefühl?)
Per sechstem Sinn?
(Ein Draht aus der Zukunft?)
Durch die innere Stimme?
(Wer flüstert uns da heimlich was zu?)
Hmm.
Wäre dem so, hätten diese Zukunfts-Ichs unser Leben ja bereits beeinflusst.
Erhielten wir vielleicht schon irgendwelche Botschaften?
Hatten wir Träume?
Ahnungen?
Visionen?
Denken Sie einmal darüber nach, welche spontanen Begebenheiten, Zufälle und intuitiven Entscheidungen Ihr Leben bisher beeinflusst haben.
Kommt Ihnen da manches nicht merkwürdig vor?
Hören wir also einmal auf unsere innere Stimme – womöglich hat sie ja eine Botschaft für uns aus unserer Zukunft?
Eventuell erkennen wir sogar ein mögliches Zukunfts-Ich?
Vielleicht eines, das wir jetzt verwirklichen könnten?
Ein wunderbares Wochenende mit viel Zeit für die Zukunft Ihres Ichs wünscht Ihnen Ihr Oliver W. Schwarzmann
Einen Augenblick für die Woche
Was war heute für ein Tag?
Nun, der Freitag gilt ja als Vorspiel zum Wochenende.
Die ganze Woche freuen wir uns darauf, es ist – ja – ein ganz klein wenig wie Weihnachten. Also sollten wir es am Wochenende machen wie das Lametta: Glänzen beim Rumhängen.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatte ich einen Alptraum: Zwei der Schäfchen, die ich zum Einschlafen gezählt hatte, hatten sich in der Wolle. Ob sich im Pelz von einem der beiden wohl ein Wolf versteckt hatte?
Nun, apropos Schaf, Wolle und Wolf: Die Mehrheit der Deutschen sind ganz und gar nicht damit einverstanden, dass Ex-Staatsoberhaupt Wulff seinen Ehrensold auf Lebenszeit bekommt. Schließlich ist er jung genug, um noch was Anständiges zu arbeiten. Gute private Beziehungen hat er ja, da bräuchte er eigentlich keine staatlichen Bezüge.
Und Sold bekommen doch eigentlich nur Söldner, oder? Nun, ein großartiger Kämpfer in eigener Sache war er ja nicht. Gut, seine Aufgabe als Staatsoberhaupt war ja auch sein Land zu vertreten und nicht sich gegen dieses zu verteidigen.
Nun ja, Wulff bleibt so etwas wie ein Präsidenzfall.
Heute gab es zum Mittagessen traditionell Fisch – Forelle blau. Und dabei musste ich wieder einmal über das Leben und die Welt nachdenken.
Wie oft bin ich schon gegen den Strom geschwommen?
Und wie oft stand ich dabei unter Strom?
Und ja, warum habe ich so wenig blau gemacht?
Ich hätte ruhig mal öfter untertauchen können.
Aber man will ja nicht baden gehen.
Dafür haben wir die Welt zu seicht gemacht.
Ja, die Welt.
Dabei musste ich wieder an die Forelle denken.
Wir vergiften jedes Klima, verpesten die Luft und trüben alle Wässerchen, weil wir mehr als nur unsere schmutzige Wäsche darin waschen. Wir spülen sogar alles Unangenehme einfach herunter.
Doch irgendwann ist Ebbe.
Was würden wir sagen, wenn unser Planet einfach mal blau machen würde?
Wahrscheinlich heißt unsere Erde nur deshalb „der blaue Planet“, weil wir solche Flaschen sind …
Was wird wohl die nach uns dominierende Spezies – vermutlich Insekten – über uns Menschen sagen? Sie hatten ihre Chance, vermute ich.
Zumindest wäre die Schuldenkrise sofort gelöst, wenn wir Pfand bekämen für die Flaschen, die sie uns eingebrockt haben.
Nun, so saß ich da mit meinen Gedanken, vor mir das Fischskelett.
Ja, nicht nur das Mittagessen, auch die Zukunft ist eine Grätchenfrage.
Uns wird noch alles im Hals stecken bleiben, weil wir ihn nicht voll genug kriegen.
Und ja, auch die Zukunft geht durch den Magen – wenn wir so weitermachen, werden wir noch einiges verdauen müssen.
Heute wurde ja der Sparpakt zwischen den Euro-Ländern beschlossen. Alle treten jetzt auf die Bremse und wollen sich einiges sparen, damit mehr Geld da ist.
Doch Sparen selbst schafft kein Geld. Sparen setzt Geld voraus.
Die Frage wird also lauten: Wo kommt dieses Geld her?
Manche meinen ja, es werde einfach gedruckt.
Nun, da ist was dran. Der Mensch setzt sich gerne selbst unter Druck. Am liebsten mit Geld.
Doch das, was im Leben und in der Zukunft zählt, kann man nicht zählen.
Die Zukunft ist das, was wir aus der Gegenwart machen (könnten).
Wer die Gegenwart nicht als Zukunft denkt, wird ihr nie begegnen.
Denn die Zukunft kommt nicht auf uns zu, sie kommt aus uns.
Deshalb hat es seinen Grund, warum unser Herz zwischen Kopf und Bauch sitzt.
Traum und Vernunft sind nämlich keinen Gegensätze.
Der Traum ist ein Hinweis, was aus dem Vernünftigen werden könnte.
So, jetzt ist es Zeit zu gehen.
Schließlich ist Wochenende.
Und das ist ja ein wenig wie Weihnachten.
Also eine Zeit zum Träumen.
Und ja – eine Zeit, um unvernünftig zu sein.
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Warum etwas ändern? Ein nachgezeichneter Dialog.
Vor kurzem war ich zu Gast bei einem Business-Meeting. Sie wissen schon: Luxushotel, Fußboden aus Marmor, schwere Teppiche, üppige Dekors, aufgeblasene Polstergarnituren, Toiletten mit Hintergrundmusik und einem hell erleuchteten Vortragssaal mit großer Leinwand, auf die ein Beamer irgendwelche Wachstumsraten ausstrahlte. Davor Reihenbestuhlung, Schreibmaterial, jede Menge Werbeprospekte, viele Aktenkoffer, graue Anzüge, gediegenes Gemurmel, reichhaltiges Buffet mit Stehtischchen davor. Motto der Tagung: Die Zukunft. Und was wir aus ihr machen können. Die Zukunft, sozusagen als Marketingcoup.

Während es im Saal um globale Expansionsstrategien ging, suchte ich nach etwas frischer Luft, verließ den Raum, trat ins Freie und bestaunte die schmucken Automobile auf dem Hotelparkplatz. Als ich mich anschließend an einem überladen dekorierten Stehtisch in der Eingangshalle des Hotels postierte, kam ein weiterer Teilnehmer, der sich offensichtlich auch eine Pause von den Wachstumsszenarien genehmigt hatte, auf mich zu, trat an den Tisch und begann ein Gespräch. Sie wissen schon, mit üblichem Anfang, ein wenig Konversation, zuerst übers Wetter, dann die allgemeine Befindlichkeit, globale Entwicklungen, Konjunktur, persönlicher Erfolg, bis er mich fragte, woran man sich denn nun so orientieren könne, jetzt in der Krise.
Tja, fing ich an und meinte, dass wir eigentlich immer die Zukunft erlebten, die wir uns zu leben trauen würden.
Das klinge ja recht nett, konstatierte mein Gegenüber und ersuchte mich, ob ich nichts Konkreteres dazu zu sagen hätte.
Nun, fuhr ich fort, das Konkrete sei ja das, was wir aus unseren Möglichkeiten machten.
Schon, schon, betonte er, und es sei alles richtig, aber manchmal habe man eben keine Wahl.
Doch, widersprach ich und argumentierte, Möglichkeiten seien eine Frage der Vorstellungskraft, zudem sei die Anzahl der Möglichkeiten grundsätzlich höher als die der Zwänge, ansonsten gäbe es ja keine Chance für eine Weiterentwicklung. Es sei überdies gut belegt, dass eine Veränderung aus Notwendigkeit nie die Ergebnisse wie ein Wandel aus Vision brächte und dass die persönliche Haltung letztlich weit mehr bewege als irgendwelche Regeln.
Mit einem Achselzucken resümierte mein Tischpartner, man solle es sich doch nicht so schwer machen. Mit dem Strom schwimmen, reiche aus, insbesondere, wenn es gerade gut laufen würde. Kasse machen und Gewinne mitnehmen, wäre angesagt, solange es eben ginge.
Das sei ja nun nicht der Weg in eine nachhaltige Zukunft, zu dem wir uns in der Krise eigentlich verpflichtet hatten, entgegnete ich.
Wachstum bliebe eben ein Totschlagargument, gab er zu bedenken.
Wachstum müsse aber, argumentierte ich, einer globalen Balance und Entfaltung folgen, denn pure Vermehrung und Vergrößerung führten auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen unweigerlich zu Verkleinerung und Verringerung.
Er vermöge das nicht zu ändern, meinte er und betonte, dass wir eigentlich nur die bekannten Wege gehen könnten, mit ein wenig Variation. Schließlich sei die Zukunft unbekannt und deshalb ein Risiko, weshalb wir Menschen letztlich doch auf das Bekannte vertrauten.
Es wundere mich daher nicht, sagte ich zu ihm, dass wir immer nach Orientierung suchen würden, schließlich wollten wir ja gar nicht wirklich woanders hin.
Wie sollte dies auch gehen, antwortete er mir, man wisse von diesem Woanders ja nichts.
Doch, doch, warf ich ein und fuhr fort, dass uns dieses Woanders schon bekannt sei, denn es handele sich dabei um nichts Unbekanntes, sondern um unsere eigenen Träume.
Mit skeptischer Mimik fragte er mich, warum wir diesen dann nicht folgten.
Ich erwiderte mit einem „Tja“ und fuhr fort, dass es wohl daran liege, dass wir ihnen, unseren Träumen, nicht wirklich trauten.
Er lächelte, verabschiedete sich mit einem „Gut, dass Sie in der Realität angekommen sind und es war nett, mit Ihnen zu plaudern“ und verschwand in der Saaltür.
Ich schaute ihm nach.
Warum machen wir aus unseren Träumen eigentlich keine neue Realität?
Oder hatte mein Gesprächspartner Recht?
Wieso etwas ändern wollen, solange es läuft?
Es geht doch immer irgendwie weiter – oder nicht?
Nun, so wird aus unserem Traum eine Illusion.
Und die Zukunft irgendwie langweilig.
Die Summe aller Möglichkeiten? Über Zukunft und Endlichkeit
- Sie sagen, die Zukunft sei die Summe aller Möglichkeiten. Viele verbinden mit der Zukunft aber auch Endlichkeit.
- Schwarzmann: Vergänglichkeit und eben auch Endlichkeit gehören zu unserem Dasein. Doch das Wissen um unsere Endlichkeit macht uns eigentlich erst zu Visionären. Denn Grenzen provozieren Fantasien. Wir wollen über den Tellerrand hinausblicken, weiterdenken und Ewiges schaffen.
- Warum?
- Schwarzmann: Der Mensch strebt nach Unsterblichkeit und ist dabei sehr kreativ. Wir wollen gestalten und Bedeutung erlangen. Das steckt tief in uns drin. Bedeutsam zu sein, hat sehr viel mit Anerkennung und Bewunderung, aber auch mit Dauer und Mythenhaftigkeit zu tun. Die Gewissheit der eigenen Sterblichkeit motiviert den Menschen, unsterbliche Dinge schaffen zu wollen.
- Welche Rolle spielt dabei die Kreativität?
- Schwarzmann: Die Kreativität ist eine besondere Gabe, die sich in unserer Vorstellungskraft ausdrückt und mit der wir zugleich diese Fantasien auch umsetzen können. Kreatives zu schaffen, macht uns in gewisser Weise zeitlos. Und damit auch unsterblich.
- Sie halten also nichts von Endlichkeitsszenarien und apokalyptischen Vorhersagen?
- Schwarzmann: Nein. Untergangsprognosen wollen genau das verhindern, was sie voraussagen. Sie folgen dem klassischen Wenn-dann-Prinzip, das wir auch aus der Erziehung kennen. Und ob das Ende wirklich ein Ende ist, wissen wir nicht. Das werden wir wohl erst zum Schluss herausfinden.
- Aber der Mensch will schon seine Zukunft kennen?
- Schwarzmann: Ja, um sich darauf vorbereiten zu können. Unbekanntes symbolisiert Gefahr. Wir möchten unser Schicksal kennen, scheuen das Risiko. Und daher kommt auch die Sehnsucht nach einem verlässlichen Orakel. Würden wir aber definitiv wissen, was morgen passieren würde, wäre das tatsächlich schicksalshaft. Wir sähen die Zukunft und könnten sie nicht ändern – ein Jammer. Nein, ich glaube an eine offene Zukunft, also an die Chance der freien Gestaltung.
- Damit sind wir wieder bei Ihrem Zukunftszitat …
- Schwarzmann: … ja, die Zukunft ist die Summe aller Möglichkeiten. Von dort aus starten alle Entwicklungen …
- … Entwicklungen kommen aus der Zukunft?
- Schwarzmann: Woher sonst? Bereits das Wort ‚entwickeln’ deutet ja schon darauf hin, dass sich etwas öffnet – nämlich neue Realitäten.
- Das hieße ja, alles wäre in Zukunft schon vorhanden?
- Schwarzmann: Aber nur als Möglichkeit. Das dürfen wir mit einem vorherbestimmten Schicksal nicht verwechseln.
- Alles nimmt also seinen Anfang in der Zukunft?
- Schwarzmann: Genau. Entwicklungen, also die angesprochenen neuen Realitäten, können ja nur aus Möglichkeiten entstehen. Und Möglichkeiten repräsentieren wiederum nichts anderes als das Zukünftige. Wir leben also nicht in, sondern aus der Zukunft.
- (aus – Der Zauber kreativer Spielräume – Auf der Suche nach neuen Perspektiven, Buch "Über die Zukunft der Welt")
Wir müssen nicht Zeit, sondern die Zukunft gewinnen.
Das neue Griechenlandrettungspaket hat in der EU Gewicht, immerhin ist es mehr als 130 Milliarden Euro schwer und soll das verschuldete Land um einiges erleichtern. Es wird allerdings keine Defizite ausgleichen, sondern nur Löcher stopfen, denn es ist schon zum Abdecken bestehender Kredite vorgesehen.
Freilich, man hat sich damit Zeit erkauft, aber auch in die Zukunft investiert?
Jeder Kredit ist eine Verabredung mit der Zukunft. Zu der man dann pünktlich kommen und Geld dabei haben sollte. Letzteres ist künftig nur vorhanden, wenn man die Zeit klug für die Zukunft zu nutzen weiß. Wer nur Schulden mit Schulden begleicht, ist dann schuld, wenn auch in Zukunft kein Geld da ist. Es gibt zudem kaum einen Kredit, der neues Wachstum erzeugt, außer seinem eigenen – wenn man ihn lässt. Auch Sparsamkeit ist in einer solchen Krise nicht mehr nur notwendige Zurückhaltung, denn um auf die tatsächlichen Kosten zu kommen, zahlen andere einen hohen Preis. Einen Preis, der sie letztlich sozial ausspart.

Es ist richtig, dass Griechenland Hilfe erhält.
Und es ist richtig, damit Forderungen zu verknüpfen, wie etwa die, Steuerschulden einzutreiben und die Bürokratie effizienter zu machen.
Was aber am wichtigsten ist: Das viele Geld wäre schlecht investiert, um lediglich eine Pleite hinauszuzögern. Eine Investition entfaltet nur dann wirkliche Kraft, wenn sie eine positive Perspektive besitzt.
Es ist jetzt also an der (erkauften) Zeit, um über die Chancen der Zukunft nachzudenken.
Und das gilt nicht nur für den griechischen Staat, sondern auch für dessen Gläubiger – die Geldgeber sollten mit ihrem Rettungspaket die Hoffnung auf eine neue Zukunftsperspektive Griechenlands verknüpfen.
Apropos Gläubiger: Erst wenn man jemandem Glauben schenkt, macht es Sinn, ihm auch Geld zu leihen. Dann muss derjenige auch nicht Berge versetzen, sondern kann selbst seinen Aufstieg schaffen. Das sollten wir den Griechen einfach mal zutrauen. Irgendwann in Zukunft werden sie oben ankommen, und dann ist die Zeit da für einen richtigen Gipfel.
